<September, 2017>

  • 2 - 9Erin Mitchell – Uncanny Valley
    Vernissage: 1. September 2017, 18-21 Uhr

    Event Details

    Kunsthaus SomoS zeigt die Ausstellung „Uncanny Valley“ von Artist-in-Residence Erin Mitchell (USA), in dem die Künstlerin den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technologie nachgeht.

    Der Begriff „Uncanny Valley“ (etwa: „unheimliche Talsohle“), wurde 1970 von Robotik-Pionier Masahiro Mori geprägt. Er beschrieb als erstes das Phänomen, dass Roboter und künstliche Intelligenz statt Empathie ein Gefühl des Unheimlichen hervorrufen je mehr sie dem Menschen ähneln.
    Heute, da sich die Technologie der Virtuellen Realität rasant verbreitet und die Grenzen zwischen Realität und Künstlichkeit oft verschwimmen, gewinnt der Begriff von Mori wieder an Aktualität. Das Ausloten dieser Spannung zwischen Mensch und Technologie ist ein Grundthema von Mitchells Arbeiten.

    Erin Mitchell ist eine junge US-amerikanische Künstlerin, die sich mit Malerei, Druckgrafik und Installation beschäftigt. Ihre Heimatstadt San Francisco ist geprägt von der Startup-Kultur des Silicon Valleys. Die Tendenz aus der Natur und der Idee des Natürlichen eine Ware zu machen, ist besonders verbreitet innerhalb dieser Kultur. Es ist dieses Paradox, das Mitchell in ihrer Ausstellung „Uncanny Valley“ kritisch untersucht.

    Mitchells Arbeit nimmt den inhärenten Bruch dieser technologischen Entwicklung vorweg, die auf der Annahme des kontinuierlichen Wachstums von Anwenderzahlen, Speicherkapazität, natürlichen Ressourcen und Kapital basiert, und kommentiert die ökologischen Folgen dieses Trugschlusses.

    Mein Ziel ist es, innerhalb der Installation ein Spiel mit der Plausibilität technologischer Annahmen zu betreiben, in dem ich versuche die virtuellen Welten, die wir tagtäglich erleben, real abzubilden. Ich verwende dabei die alltäglichen romantisierten Bilder der Desktop-Hintergründe. Dabei möchte ich die Aufmerksamkeit auf die Ironie und Widersprüche dieser idealisierten Abbildungen der Natur lenken, darauf, wie sehr diese in Widerspruch zu unserer tatsächlichen physischen Umgebung stehen. Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, wie technologisiertes Konsumverhalten funktioniert, und was die Folgen davon sind. Es scheint, dass wir dabei mehr zu Konsumenten statt zu Beschützern unserer Umwelt geworden sind.

    Erin Mitchell, Artist’s Statement

    Über Erin Mitchell:

    Nach ihrem Studium in Druckgrafik und Zeichnen an der Washington University in St. Louis wurden die Arbeiten Erin Mitchells weltweit ausgestellt. Ihre letzte Einzelausstellung fand 2015 in der Hang Art Gallery in San Francisco statt. Mitchell bedient sich unterschiedlichster Techniken, immer mit dem Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Realität und Virtualität auszuloten. Sie bezieht sich auf den wachsenden Einfluss des Digitalen und geht der Frage nach, wie virtuelle Aktivitäten unser Selbstbild und unsere Beziehung zur Welt beeinflussen.


    Erin Mitchell – Uncanny Valley
    Dauer: 2-9 September, Di-Sa 14-19 Uhr
    Vernissage: 1. September 2017, 18-21 Uhr
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      Time

      2 (Saturday) - 9 (Saturday)

      Location

      Kottbusser Damm 95 - Berlin DE

    1. 26 - 29Adam Cohn – Surface & Depth
      Einzelausstellung

      Event Details

      Kunsthaus SomoS Berlin freut sich, die Arbeitsergebnisse des Aufenthalts von Adam Cohn’s als Artist-in-Residence in der Einzelausstellung „Surface & Depth“ zu präsentieren.

      Cohn zeigt eine neue, bei SomoS erstellte Reihe von Gemälden, in denen er den verschiedenen Wechselwirkungen zwischen Figuration und Abstraktion, Oberfläche und Tiefe, traditionellen Themen und zeitgenössischem Kontext nachgeht.

      Cohn verwendet Photoshop-Collagen aus Fotos, die er von seiner direkten Umgebung gemacht hat. Ihn fasziniert die zweifache Erfahrung, die Malerei bietet: die Spannung zwischen Oberfläche und Abbild. Dabei kommt dem Abbild eindeutig weniger Gewicht als der Oberfläche zu. Cohn: „Was mich an abstrakten Malern wie de Staël, de Kooning und Gorky interessiert, ist die Art und Weise, wie sie dem Betrachter ermöglichen, sich mit dem Gemälde als Ganzem auseinanderzusetzen, ohne dabei durch eine einzige Interpretationsmöglichkeit festgehalten zu werden. In zeitgenössischen Arbeiten von Adrian Ghenie und Justin Mortimer zum Beispiel fand ich eine Verschmelzung dieser beiden Ebenen, die meiner Sichtweise sehr nahe kommt.“

      Die Anwendung verschiedener Techniken führt dabei zu einer reichen, vielschichtigen Oberfläche, die zum genaueres Hinsehen einlädt. Indem er die Konventionen traditioneller Malerei unterläuft, wie etwa die Bedeutung der Figur oder die zentrale Rolle des Subjekts, schafft Cohn mit seinen abstrakten Interventionen im figurativen Bildraum eine desorientierende und unheimliche Atmosphäre. Diese visuelle Verwirrung schafft eine unbequeme Dissonanz zwischen dem, was wir wahrnehmen, und dem, was uns vielleicht entgeht. Abbildungen arrangierter Körper mit verzerrten Gliedmaßen verstärken das Gefühl, dass etwas Gefährliches oder Gewalttätiges passiert sein muss oder passieren wird, und dass diese Figuren erstarrt sind in einem Gefühl unbequemer Erwartung.

      In den neotraditionell ausgeführten Arbeiten Cohns spürt man seine tiefe Zuneigung zu den gemalten Figuren. Vielfach überarbeitet, entfernen die Gemälde sich immer mehr von ihren kunstgeschichtlichen Bezugspunkten und verankern sich fest im Hier und Jetzt. Ihre hybriden Eigenschaften sind eine Ode an die Wirrungen des medialisierten Lebens.

       


      Adam Cohn - Surface & Depth
      Adam Cohn in seinem SomoS Atelier, August 2017

      Über Adam Cohn:

      1983 in Israel geboren, lebt und arbeitet Cohn heute als bildender Künstler (Malerei und Skulptur) und Kunstlehrer in Tel Aviv. Cohn besuchte von 2004 bis 2008 die Jerusalem Studio School und von 2010 bis 2011 die Arts Students League in New York, wo er bei Jonathan Shan in Skulptur unterrichtet wurde. Zwischen 2007-2012 war er an verschiedenen Schulen Zeichnen unterrichtet, seit 2012 lehrt er am Hatahana School for Painting and Drawing des Avni Institutes in Tel Aviv. 2013 und 2014 hat er sein Werk in zwei Einzelausstellungen in der Hatahana Gallery in Tel Aviv gezeigt (kuratiert von Liza Gershuni) und 2009 in der Hamila Gallery, Harduf, Israel.

      Seine Arbeiten wurden gezeigt in verschiedenen Gruppenausstellungen in Tel Aviv (Liza Gershuni Gallery, Hanina Gallery, Hatahana Gallery, Gallery 33) und sind vertreten in der Dubbi Shiff Art Collection im Marina Hotel in Tel Aviv und in Privatkollektionen in den USA, in Großbritannien und Israel.

       


      Vernissage: Dienstag, 26. September 2017, 18 bis 21 Uhr

      Dauer: 27. – 29. September 2017, 14 bis 19 Uhr, und nach Vereinbarung


      Links:
      Adam Cohn artist page
      Adam Cohn interview
      Facebook event page
      [ics_button subject=“Adam Cohn (IL) – Surface & Depth“ description=“Opening reception of Artist-in-Residence work presentation“ location=“SomoS,Kottbusser Damm 95, 1OG, 10967 Berlin“ start-date=“2017-9-26 18:00″ end-date=“2017-9-26 21:00″]Add to calendar[/ics_button]


      Fotos: Zack Soltes

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        Time

        26 (Tuesday) - 29 (Friday)

        Location

        Kottbusser Damm 95 - Berlin DE