Between Love & Madness – The Art of the Mexican Micro Comic

Historische Micro Comic Zeichnungen aus Mexiko

from: 08.12.2017   to: 28.12.2017

In der Ausstellung “Between Love & Madness – The Art of the Mexican Micro Comic” präsentiert SomoS eine Auswahl von 30 Tusche-Originalzeichnungen, aus einer Sammlung von rund 1400 Einzelblättern. Die Vorlagen wurden in den 1960er und frühen 1970er Jahren in Mexiko gemalt und publiziert. Es ist das erste Mal, seit ihre Entstehung vor beinahe 50 Jahren, dass diese Arbeiten öffentlich gezeigt werden. Nach der Premiere in SomoS Kunsthaus Berlin, wird die Sammlung ab Januar 2018 im Lawndale Art Center in Houston, Texas gezeigt.

Die Eröffnung findet am 7. Dezember statt, 18:00 bis 21:00 Uhr.
Ausstellungsdauer: 8-28 Dezember 2017, Die-Sa 14-19 Uhr, und nach Vereinbarung. 26. Dezember geschlossen.
Eintritt frei
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SomoS, Kottbusser Damm 95, 10967, U8 Schönleinstrasse.

Ausstellungseinladung

Die Ausstellung “Between Love & Madness – The Art of the Mexican Micro Comic” stellt die Micro-Cuentos vor; kleine Comichefte in der Größe von etwa 8 x 12 cm. Auch als Historietas bekannt, waren die Heftchen in Mexiko sehr populär, bisher international aber kaum bekannt.

Im Kunsthaus SomoS werden nun rund 30 dieser Tuschezeichnungen gezeigt. Die Vernissage am 7. Dezember 2017 wird begleitet von eine Lesung des Kurators der Ausstellung, Comic/Social-art Künstler Christopher Sperandio, Dozent an der Rice University, School of Visual and Dramatic Arts.

Im Anschluss an die Ausstellung, wird das Lawndale Art Center in Houston, Texas dreizehn vollständige Bände der Micro-Cuentos im Original zeigen.

Bevor die globalen Massenmedien sich auf allen Kanälen gleichschalteten, variierten die internationalen Erscheinungen der sogenannten Populärkultur immens. Die mexikanische Comic-Kultur der 1970er Jahre ist ein besonderes Bespiel dieser popkulturellen Vielfalt. Die Micro-cuentos oder “Mini-Geschichten”, stellten oberflächlich Genres wie Suspense oder Horror dar. Sie beinhalteten aber zugleich subtile politische und soziale Kritik. Zu Beginn der1980er Jahre, wurde diese Form der mexikanischen Comic-Kultur von amerikanischen Importenwie Batman überschattet und schließlich völlig vom Markt verdrängt.

Obwohl eine Marktforschung zum Thema mexikanische Comics in der Hochzeit der Micro-cuentos nicht existierte, schätzen Marktkenner, dass in den 1970er Jahren mindestens 56 Millionen Comics pro Monat in Mexiko gedruckt wurden. Diese Zahl ist um so beindruckender, wenn man sich vor Augen führt, dass die Bevölkerungszahl zu der Zeit etwa bei 65 Millionen lag. Das heißt, dass rund 90 Prozent der mexikanischen Bevölkerung Comics lasen. Wobei diejenigen, die sich keine eigenen Comics leisten konnten, sich die kleinen Hefte von Freunde oder Läden ausliehen.

Weitere in der Ausstellung gezeigte Unikate, sind farbige Entwürfe zu Titelblättern, original Microcuentos Hefte, Fotografien, didaktisches und biographisches Material und englischeÜbersetzungen.

„Between Love and Madness“ wurde organisiert von Christopher Sperandio, Dozent an der Rice University, Texas. In Zusammenarbeit mit Studenten und Studentinnen der Rice University: Kari Leigh Brinkley, Grace Earick, Julia Fisher, Zach Gwin, Kai Holnes, Clair Hopper, Priyanka Jain, Ilya Rakhlin, Zachary Tu, Heather Wright. Die Ausstellung wird finanziell unterstützt durch das Humanities Research Center at Rice University, The Office of the Dean of Humanities at Rice University und dem Lawndale Art Center.

Vernissage: 7. Dezember, 2017, 18-21 Uhr
Ausstellung: 8.-28. Dezember, 2017, Dienstag-Samstag 14-19 Uhr und nach Vereinbarung.

Press Material


In Zusammenarbeit mit:
LAWNDALE ART CENTER, Houston
Gelegen in Houstons Museumsbezirk, versammelt das Lawndale Art Center vier Gallerien, drei Künstlerateliers und ein Freilichtmuseum für Skulpturen unter seinem Dach und spielt damit eine entscheidende Rolle in Houston Kulturlandschaft.

SomoS Art House, Berlin
Ausgewählt von Artslant Magazine als einer der interessantesten Kunstprojekträume Berlins, bietet SomoS Art House Platz und Ressourcen für die Präsentation, Reflexion und Produktion der Künste. SomoS arbeitet eng mit Künstlern, Organisatoren und Kuratoren zusammen, um Projekte zu verwirklichen und ein Artist-in-Residency-Programm sowie einen ehrgeizigen Ausstellungs- und Eventplan zu organisieren. SomoS versteht sich als Ort der Inspiration, an dem Innovationen und Strömungen reflektiert und ihnen ein professioneller Rahmen geboten wird.

Christopher Sperandio
Seit den 1990er Jahren arbeitet Christopher Sperandio eng mit Museen aus den USA, Großbritannien und Europa zusammen und realisiert neue, kollaborative Formen des Comics. Im Jahre 2015 gründete Sperandio den Comic Art Teaching & Study Workshop. Eine Mischung aus Unterricht und Forschung und gänzlich dem Comic gewidmet. Sperandio ist Dozent an der Rice University in Houston, Texas.


Contact:
Christopher Sperandio Email: Sperandio@rice.edu


 
 

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