Sva Li Levy

from: 01.04.2015

Der Künstler Sva Li Levy (Tel-Aviv, 1962), derzeitiger Artist in Residence bei SomoS, arbeitet als Video- und Performance Künstler. Er untersucht mit experimentellen Methoden das Zusammenspiel von Körper und Geist, mit der Absicht sich selbst weiterzuentwickeln und dies dann auf der Bühne zu präsentieren.

Sva Li Levy erhielt seinen Abschluss 1988 von der Nissan Nativ Theater Academy. Außerdem wirkte er als Bühnendarsteller im The Cameri Theater of Tel-Aviv mit, sowie in zahlreichen Produktionen von anderen Häusern. Sva Li Levy war Mitglied in mehreren Tanz-Theater-Gruppen und führt seine künstlerische Recherche mittels verschiedener Medien, wie physisches Theater, Yoga, Meditation, Improvisation and Butoh (wobei er mit verschieden Butoh Meistern trainierte, wie Yoshito Ohno, Ko Murobushi, Yumiko Yoshioka, Akira Kassai, und Katsura Kan). Vor kurzem war Sva ein Performance-Dancer in dem internationalen Projekt “Land Research” (2013-14) unter der Leitung des Choreografen Arkadi Zaides.
Hinsichtlich der visuellen Kunst nahm der Künstler an der Gruppenausstellung, “Library Thoughts”, (Budapest, 2011), de Video-Kunst Festival “European Nights” (St Petersburg, 2010) und an dem internationalen Kurzfilmfestival “Pangea Day”(2008) von TED. In 2012 präsentierte er seine Videoinstallation “Construction Sight” in der Tova Osman Galerie in Tel Aviv.

Artist Statement:

Meine Arbeit zielt darauf ab, Gewohnheiten aufzubrechen und ermutigt die Chance, die bestehenden Klischees, wie wir unsere ‚Wahrnehmung‘ komponieren und darstellen, zu entdecken und zu dekodieren.

Ich bediene mich der Fotografie, des Ready-Mades, Geräuschen, Musik, Beats und Rhythmen von verschiedenen Daten, um die unterschiedlichen Bewusstseinszustände, welche wir in jeden Moment besitzen, wiederzugeben.

Ich bin interessiert an der Untersuchung von Zusammenhängen – an der Einheit bzw. Vielfalt und ihrem Effekt auf unsere Identität.

In meiner Arbeit bitte ich das Publikum sich Zeit zu nehmen, um einen Raum zu erschaffen, um zu beobachten, wie ein einzelnes, kohärentes Ich aus verschiedenen Erinnerungen, nicht linearen Verknüpfungen und sich widersprechenden Stimmen entstehen kann, welche alle in ihrer Koexistenz das ‚Jetzt‘ bilden.

Ich beziehe mich auf „Kunst“ als Verb, das den Betrachter zu einer emotionalen und flexible Bewegung des Denkens und der Offenheit der Sinn anregen kann.

Ich glaube, dass dies die Elemente einer ästhetischen Ökologie sind, womit das Erzählprinzip der ‚Andersartigkeit‘ aufgebrochen werden kann.

Durch das Aufeinandertreffen von Beobachter und Kunstwerk wird eine Umwandlung der aktuellen Situation möglich. Dies kann auf der individuellen, sowie auf der kollektiven Ebene stattfinden.

Meine Arbeitsthese lautet, dass jedes Bild eine Erzählung ist und jeder Text der Startpunkt einer visuellen Reise sein kann.

Es ist das Bild des ‚Bildes”, welches immer unvollständig und veränderbar sein sollte. Das Bild das wir haben ist von Natur aus ein vergängliches und sollte in seinen einzelnen Teilen flexibel bleiben.

Dadurch werden wir eingeladen eine Wanderung zu beginnen, die uns an viele Weggabelungen führt. Sie erinnern uns an die Vielzahl von Möglichkeiten unseres versteckten Unvermögens, eine definierte Linie zwischen Realität und Fiktion zu ziehen.