Workshop Kunstmarkt Neukoelln

Gratis Intensivworkshop für Künstler

from: 17.11.2016 11am  to: 18.11.2016 5.30pm

Am 17. und 18.11.2016 von 11:00 bis 17:30 hosted SomoS den Workshop Kunstmarkt Neukoelln – Wie kann ich mich und meine Kunst besser vermarkten?

Ort: SomoS – Kottbusserdamm 95, 1.OG, 10967 Berlin

http://www.somos-arts.org
http://www.art-spaces-nk.de

Neukölln ist innerhalb Berlins ein großer Produktionsstandort für zeitgenössische Kunst. Aus diesem Grund iniitiert das Kulturnetzwerk Neukölln die Veranstaltung Neuköllner Produktion und schenkt so dem lebendigen lokalen Kunstmarkt in Neukölln besondere Aufmerksamkeit. Neuköllner Produktion könnte zu einem Gütesiegel werden, welches das Sammeln und Kaufen von Kunst befördert.

In Vorbereitung auf die Veranstaltung im Januar 2017 möchte das Kulturnetzwerk Neukölln in Neukölln lebenden und arbeitenden Künstler*innen die Möglichkeit geben, sich intensiv mit den Möglichkeiten zur Vermarktung Ihrer eigenen Kunst auseinanderzusetzen.

Hierzu sind vier Expert*innen eingeladen, die mit den Teilnehmer*innen zu den Themen Kunsthandel, Preisgestaltung und Onlinehandel sowie Urheberrecht und Social Media Marketing behandeln. Mit Hilfe dieses Workshopprogramms soll Kunst aus Neuköllner Produktion Einzug halten in möglichst viele Wohn-, Lebens- und Arbeitsräume in Berlin und der ganzen Welt.

Für die Jahre 2016 bis 2018 ist das Kulturnetzwerk Neukölln mit den 48 Stunden Neukölln Teilprojekt des europäischen Projektes „Unternehmen Neukölln“ und als solches engagiert es sich für die Entwicklung der lokalen Kulturwirtschaft.

Anmeldebedingungen:

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich für beide Tage, da das Workshopprogramm aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird.

Anmeldeschluss: Montag 14.11.2016
kultur@unternehmen-neukoelln.net

 

Workshop: Kunstmarkt Neukoelln – Workshop Tag 1:

„Kunsthandel und Selbstvermarktung“

Wie funktioniert eine Galerie, wie werden Preise ermittelt, wie werden (auch private) Verkaufsgespräche geschickt eingeleitet. Der klassische Kunsthandel kennt viele ungeschriebene Regeln. Im Workshop werden neben der Expertise von Anne Schwarz auch auf Basis der Erfahrungen der Teilnehmenden Wege und Strategien aufgezeigt sich und die eigene Kunst sinnvoll zu positionieren.

Dozentin: Anne Schwarz

Anne Schwarz ist seit 2011 Gründerin und Leiterin der Galerie SCHWARZ CONTEMPORARY in Berlin Neukölln. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität (Bonn) und an der Università degli Studi di Firenze (Florenz), war sie zunächst als Galerieassistentin bei der Galerie Max Hetzler tätig. Von 2006 bis 2010 übernahm sie die Galeriedirektion der Galerie Contemporary Fine Arts, Berlin. Neben der Organisation und Durchführung von sechs bis sieben Ausstellungen pro Jahr in ihren eigenen Galerieräumen, kooperiert sie mit KünstlerInnen und dem KinderKünsteZentrum Neukölln und leitet Seminare zur Preisgestaltung im Kunstmarkt im Rahmen des Stipdendiatinnenprogramms ‚Goldrausch’.

Sie ist Herausgeberin von diversen Publikationen / Künstlermonografien (Galerie Max Hetzler, SCHWARZ CONTEMPORARY, Kerber Verlag)

Alternativen zur „analogen“ Galerie

Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Onlinehandel mit Kunst. Als Beispiel soll die Plattform http://www.artserver.berlin/ dienen. Was sind die Unterschiede zwischen Online-Kunsthandel und klassischem Kunsthandel? Wie funktioniert die Werbung für Kunst im Netz? Wie ist der Kundenkontakt im Netz? Aber natürlich auch die Frage, was verkauft sich gut im Netz?

Dozent: Stefan Westphal

Stefan Westphal arbeitete fast 20 Jahre als Galerieassistent in der Galerie Brusberg Berlin und für die Galerie Haas und Fuchs. Seit Januar 2009 liegt auch
die „Edition Hiddensee“ in seinen Händen. Im April 2009 eröffnete er die Galerie Stefan Westphal im Prenzlauer Berg.
2011 übernahm er mit zwei Partner und Dieter Brusberg die Nachfolge der „Galerie Brusberg Berlin“ am Berliner Kurfürstendamm 213. Seit Mai 2014 betreibt Stefan Westphal wieder seine eigene Galerie im „Kudamm-Karree“ (Kurfürstendamm 207/208).

Parallel betrieb er ab 2004 zusammen mit seinem Geschäftspartner Michael Janssen die innovative Online-Kunsthandel-Plattform „artserver“.
Nach einer kurze Pause setzte er das Projekt „Online-Handel“ ab 2014 in Eigenregie fort. Mit neuem Konzept und neuer Technik wurde aus „artserver.de“ der „artserver.berlin“.
2008 rief Westphal zusammen mit dem Kunstpavillon Eisenach die „Mitteldeutsche Kunstauktion“ ins Leben.

 

Workshop: Kunstmarkt Neukoelln – Workshoptag 2

Kunst und Urheberrecht im Internet

Das Urheberrecht belohnt den Schöpfer eine Kunstwerks mit einem ausschließlichen Recht: niemand anderes darf sein Werk wirtschaftlich verwerten. Doch Kunst ist vielgestaltig und entzieht sich strenger Definition und wertenden Betrachtungen. Dies führt zunächst zu der Frage, wann das Recht überhaupt von einem schutzfähigen Werk ausgeht. Diese Schwierigkeit datiert schon lange vor Digitalisierung und Vernetzung, doch durch die Allgegenwärtigkeit digitaler Medien und des Internet kommen neue Aspekte hinzu: Was ist online eigentlich erlaubt, wo doch beinah jede Handlung zwingend mit einer (zumindest ephemeren) Kopie einhergeht? Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, sich gegen eine unerlaubte Nutzung eines Kunstwerks im Internet zu wehren? Oder wird die eigene Arbeit etwa gemeinfrei, sobald sie „im Netz“ ist? Welche Rolle spielen Verwertungsgesellschaften?

Der Workshop wird einen Überblick über das Rechtsgebiet Urheberrecht geben und dabei besonders auf Fragestellungen, die für Künstler relevant sind eingehen.

Dozentin: Linda Kuschel

Linda Kuschel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., sowie an der Harvard Law School, USA. Derzeit arbeitet sie an einer urheberrechtlichen Dissertation und beschäftigt sich mit der Rechtslage beim Erwerb von Werkexemplaren in digitaler Form.

„Selbstmarketing für Künstler im Social Web“
Für sich selbst werben ist für Künstler oft das Schwerste. Dabei verlagert sich immer mehr Kommunikation und Geschäft in das Social Web. In dem Workshop lernen die Teilnehmer praktisch, welche Kanäle wie zu nutzen sind, auch ohne sich verbiegen zu müssen. Anhand von Beispielen, mit Tipps und kleinen Übungen.

Dozentin: Nadja Bauer

Nadja Bauer ist selbstständige Strategieberaterin und Konzepterin für digitale Medien als auch selbst Künstlerin. Die studierte Medienmanagerin mit Grafik-Design-Ausbildung ist seit 10 Jahren im Social Web unterwegs und Profi in den Bereichen Social Media Marketing und Kommunikation sowie Digitale Transformation. Sie betreut Kunden wie die Staatlichen Museen zu Berlin oder ehrenamtlich auch das Team von 48 Stunden Neukölln.
Vor ihrer Selbstständigkeit arbeitete sie in verschiedenen Kommunikationsagenturen wie Weber Shandwick oder TLGG GmbH und baute für eine NGO in den USA Social Media auf.

Foto: Thorsten Reuter