Alexei Gordin hinterfragt Kunstwelt-Konventionen

Einzelausstellung

from: 25.09.2018   to: 29.09.2018

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Pressemittelung: Einzelausstellung, estnischer Künstler, Malerei und Videokunst

The outside must not come in
Alexei Gordin

WAS: Einzelausstellung

WANN: Eröffnungsempfang: Dienstag, 25. September 2018, 18-21 Uhr
Dauer – 26.-29. September, 14-19 Uhr oder nach Vereinbarung

WO: SomoS Art House – Kottbusser Damm 95, 1.OG, 10967, Berlin,
U8 – Schönleinstraße

WER: Alexei Gordin (Estonien)

BERLIN—23/08/2018

Estnische Künstler Alexei Gordin hinterfragt Kunstwelt-Konventionen

Der estnische Künstler Alexei Gordin greift mit performativen Aktivitäten in leere Räume ein und benutzt sie als Werkzeug zur Dekonstruktion der kalten Logik des Kapitalismus. Seine Bilder sind ironische Darstellungen des Zusammenpralls von kontroversen Interventionen und komplexen Mythen zeitgenössischer Kunst.

Die Außenwelt hat keinen Zutritt

In seinem Buch Inside the White Cube: The Ideology of the Gallery Space sagt Brian O’Doherty, dass „eine Galerie nach den strengen Gesetzen einer mittelalterlichen Kirche gebaut ist. Die Außenwelt hat keinen Zutritt.“ Die Inspiration für die Bilder, die während Alexei Gordins Aufenthalt bei SomoS entstanden sind, erhielt er von einem Fotoblog, in dem die besten Galerien der Welt jeden Tag ihre hochkarätigen Ausstellungen vorstellen. Die Räume auf den Fotos sind so weiß, perfekt, symmetrisch und beängstigend klinisch, dass die Gegenwart jeglichen realen Lebens nur störend wirken würde.

Diese idealisierten Fotos verwendet Gordin in seinen Bildern. Sie stellen eine Bühne für absurde und fiktive Situationen dar, die den Blick des Künstlers auf die Blutleere des professionellen Kunstbetriebs betonen und diesem zugleich Leben einhauchen.
Den sterilen Idealvorstellungen der kommerzialisierten Kunstwelt stellt Gordin in seiner Ausstellung den leeren Raum als antagonistisches Element gegenüber.

Über Alexei Gordin

Alexei Gordin (*1989, Tomsk, RUS) lebt und arbeitet in Tallinn. Er studierte Malerei an der Estnischen Kunstakademie. In seinen oft maliziösen Arbeiten greift er zurück auf Malerei, Zeichen-, Foto-, Video- und Performancekunst.

Gordins Malerei wird von den Schattenseiten der heutigen liberalen Gesellschaft geprägt, die er durch ironische Aussagen und oft durch den Einsatz von Antihelden darstellt. Die schwierigen Beziehungen zwischen dem Künstler und dem Kunstmarkt, das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Rolle des Künstlers werden bewusst ironisch und provokant untersucht und werfen Fragen nach der Gültigkeit der selten in Frage gestellten Konventionen und Dysfunktionalität von Kunst in einer sich schnell verändernden Welt auf.

Gordin ist Preisträger des Young Painter Prize 2017, eines der wichtigsten Kunstevents im Baltikum, das junge litauische, lettische und estnische Künstler unter 30 Jahren zusammenbringt. Teil des großzügigen Preises, der die Karriere junger baltischer Künstler fördern will, war der Aufenthalt des Künstlers in den Wohn- und Arbeitsräumen von Kunsthaus SomoS im August und September 2018. In der Einzelausstellung werden neue Arbeiten aus Gordins Zeit in Berlin gezeigt, während der er in die Stadt eintauchte und mit internationalen Künstlern zusammenarbeitete.
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Über SomoS

Kunsthaus SomoS bietet Raum für die Produktion und Präsentation von Kunst und stellt eine Plattform für den künstlerischen Austausch dar. Kunsthaus SomoS wurde vom Artslant Magazine als einer der interessantesten Orte für Kunstprojekte in Berlin gewählt. Das ständig wachsende Artist-in-Residency-Programm von SomoS und die anspruchsvollen Ausstellungen und Veranstaltungen bieten einzigartige Möglichkeiten für Künstler, Organisatoren und Kuratoren, die unterschiedlichsten Projekten zu realisieren.

Der Anspruch von SomoS ist es, einen offen zugänglichen, internationalen Rahmen für innovative Kunst, Ausstellungen, Bildung und kreative Zusammenarbeit zu schaffen.

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