Bodily

Gruppenausstellung

from: 17.04.2019   to: 20.04.2019

Vernissage: Dienstag, 16. April, 19:00 bis 21:00 Uhr

Hanae Moreno / Ioanna Natsikou / Ileana Pascalau / Moran Sanderovitch / Luiza Schiavo

Komplexe und persönliche Selbst- und Körperbilder werden in der Gruppenausstellung Bodily bei SomoS gesammelt. Es werden Arbeiten von fünf Künstlerinnen unterschiedlicher Herkunft gezeigt: Ioanna Natsikou (Fotografie), Luiza Schiavo (Malerei), Moran Sanderovich (Skulptur), Ileana Pascalau (Zeichnung) und Hanae Moreno (Malerei).

In der Ausstellung werden Innen und Außen in unkonventionellen und sehr persönlichen Interpretationen von Körper und Selbst untersucht. Sie werden schonungslos hinterfragt, auto-erotisch erforscht, vorgestellt in fantastischen Zuständen, in starken Alter Egos gefeiert, beim Überschreiten sozialer Normen untersucht oder als Ausdruck des erlittenen Schadens dargestellt. Zusammengenommen geben diese Werke einen mehrdimensionalen Überblick über die Erfahrung zwischen Verletzlichkeit und Stärke, Fantasie und Realität.

Die gezeigten Werke eint der ausgeprägte Sinn für Performativität, während sie gleichzeitig mühelos auf hochaktuelle Zustände des Seins im klassischen Sinne eingehen.


Woman holding penis-shaped balloon in front of her crotch.
Ioanna Natsikou – Filter Object Series

Ioanna Natsikou

In ihrer Filter Object Series untersucht Ioanna Natsikou die Beziehung zwischen Objekt und Subjekt, Aspekte der Selbstfindung und wie Identität durch das Medium Fotografie wahrgenommen, erlebt und dargestellt werden kann. Sie interessiert sich für Fragen der Weiblichkeit, Sexualität, des Bildes und der Darstellung.
 

Fantastical being covered with discarded materials.
Moran Sanderovich – Collaboration with Dina Schweiger

Moran Sanderovitch

Moran Sanderovichs Skulpturen verwandeln das Groteske in poetische Werke, die direkt aus körperlichen, auch schmerzhaften Erfahrungen stammen. Sie „findet Kraft und Stärke aus den Tiefen offener Wunden“, die sie als Teil weiblicher und queerer Erfahrungen gleichermaßen betrachtet. Sie stellt fest, dass diese Kraft, einen alternativen, ermächtigten Körper aus der Opferrolle heraus zu schaffen, viele, vor allem Männer, zu irritieren scheint.
 

Ileana Pascalau – Hedonia,-2018, ink and gouache on paper, 120x150cm

Ileana Pascalau

Zwischen Unterdrückung und freiem Denken, zwischen kollektiven Ängsten, Tabus, Ritualen und individuellen Fantasien bringen Ileana Pascalaus Installationen, Skulpturen und Zeichnungen ein vielschichtiges Bild des Körpers zum Ausdruck. Ihre akribisch ausgeführten Arbeiten schaffen Analogien zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zeigen eine Verbindung und ein Kontinuum von uralten kunsthistorischen Motiven zu zeitgenössischen Motiven, denen man im täglichen Leben und unserer visuellen Kultur begegnet.
 

Louiza Schiavo

Luiza Schiavo

Luiza Schiavos Themen sind oft Selbstporträts oder biographischer Natur und untersuchen unsere Beziehungen zu Körper, Sexualität und Identität. In ihren fein strukturierten Gemälden untersucht sie ganz genau und schonungslos zutiefst persönliche Zustände von Geist und Körper. Ohne das Schöne darstellen zu wollen, vereint Schiavo in ihren direkten und rücksichtslosen Selbstporträts die gemalte Fläche mit psychologischer und emotionaler Tiefe.
 

Loosely painted self portrait of young female artist Hanae Moreno.
Hanae Moreno – Self Portrait, 209, Oil on Canvas, 80 x 60cm

Hanae Moreno

Hanae Moreno zeigt mit ihrer Porträtkunst das sich wandelnde Bild des Individuums in der Selfie-Ära. Apps und Fotografie ändern die klassische Kunst des Porträts und geben dem Einzelnen die Möglichkeit, sein Bild so zu perfektionieren, wie es früher nur Künstlern vorbehalten war. Ihre Malerei folgt einigen Aspekten des Online-Selfies, wie Serialität und Narzissmus, während andere gegen die Regeln des Genres verstoßen und Verwundbarkeit und Hässlichkeit als Motiv verwenden.


Vernissage: Dienstag, 16. April, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ausstellungsdauer: Mittwoch, 17. April – Samstag, 20. April, 14:00 -19:00 Uhr

Eintritt frei

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SomoS Art House – Kottbusser Damm 95, 1.0G, 10967, Berlin (U8 – Schönleinstraße)