Über die (Un)Möglichkeit, Fukushima zu gedenken

Einzelausstellung Manami Uetake

26.02.2020 14 Uhr  - 29.02.2020 19 Uhr

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Berlin–12. Februar 2020

Pressemitteilung: Fukushima, Gedächtnis, Gedenkkultur, Japan, Ausstellung, Video, Performance, Installation, Sound, Mixed-Media

Japanische Künstlerin Manami Uetake erforscht die (Un)Möglichkeit, Fukushima zu gedenken

WAS:

Imagining Something Unknown, Einzelausstellung Manami Uetake

WANN:

Vernissage: Dienstag, 25. Februar 2020, 18 – 21 Uhr
Dauer: 26. – 29. Februar 2020, Di-Sa 14 – 19 Uhr
(Eintritt frei)

WO:

SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.0G, 10967, Berlin (U8 Schönleinstraße)

Das SomoS ist stolz, die Ausstellung Imagining Something Unknown präsentieren zu dürfen, mit der die japanische Künstlerin Manami Uetake über die (Un)möglichkeit sinniert, die Erinnerung an das Fukushima-Unglück zu begehen.

Die Arbeit von Uetake beschäftigt sich mit individuellen und kollektiven Traumata und den Möglichkeiten, sie wirksam aufzuarbeiten, sowohl in privater als auch öffentlicher, in offizieller und inoffizieller Weise – eine erinnerungskulturelle Herausforderung, die auch in Deutschland ein höchst zeitgemäßes Thema ist.

Bevor sie im Winter 2019/2020 in Berlin für diese Ausstellung gearbeitet hat, hat Uetake Dokumentationsarbeit zu verschiedenen Monumenten sowie zu den Auswirkungen auf das Privatleben in den Katastrophengebieten von Fukushima geleistet.
In ihrem jüngsten Projekt Imagining Something Unknown vertieft Uetake ihre Forschung und konzentriert sich dabei besonders auf die Arten und Weisen, mit denen Trauma im Privaten verarbeitet und geteilt wird, sowie deren Möglichkeiten und Grenzen.

Ihre Installation von performativen Videos, die am SomoS gefilmt und erstellt wurden, basieren auf Geschichten von Personen, die durch Fukushima ihr Zuhause verloren haben. In den Videos fordert die Künstlerin zufällig ausgewählte PerformerInnen, die nicht mit der Kultur oder Thematik vertraut sind, auf, ihre Gedanken und Gefühle darüber durch verschiedene Medien auszudrücken. Indem sie sie aufforderte, sich virtuell in die Situation der Opfer zu versetzen, verdeutlichte die Künstlerin die Herausforderungen, Trauma und Verlust zu vermitteln, und damit die Eigenarten von Erinnerung und Empathie.

Die Installation bietet einen Einblick in die Schwierigkeit, gelebte Erfahrung nachzuerzählen und demonstriert den Verlust von Information, der durch Wiederholung entstehen kann. Indem sie auf instinktive Weise den Unterschied zwischen Präsenz und Absenz verdeutlicht, stellt die Einrichtung eine feinfühlige Prüfung der Mechanismen von Erinnerung und Empathie dar, und gleichsam von Realität und ihrer flüchtigen Repräsentation.

Die Ausstellung bietet den BetrachterInnen eine mehrschichtige Reflexion über Erinnerung und Gedenken, sowohl auf soziale, ästhetische, als auch philosophische Weise.

Über Manami Uetake

Uetake erhielt 2018 einen Master of Arts der Malerei von der Universität der Künste Tokio. 2015 war sie Gaststudentin am Chelsea College of the Arts in London. Seitdem konzentriert sich ihre Arbeit auf digitale Fotografie, Video, Text und Sound-Installationen, mit denen BetrachterInnen auf persönliche Weise angesprochen werden sollen. Uetake hat in ganz Tokio extensiv ausgestellt. Sie wurde 2015 für den 13. “1_WALL” Fotowettbewerb der Guardian Garden Gallery (Tokio) ausgewählt und war zudem Finalistin des 17. “1_WALL”-Wettbewerbs in 2017.

Erfahren Sie mehr über Manami Uetakes Kunst auf ihrer Homepage: http://manamiuetake.moo.jp

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Druckfähige Bilder sind auf Anfrage erhältlich.

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