Künstlerin Sucht nach Spiritueller Bedeutung im Zivilisationsmüll

Einzelausstellung

from: 02.10.2019 !4 Uhr  to: 06.10.2019 19 Uhr

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Berlin–26. September, 2019

Pressemitteilung: Spiritualität, Müll, India, Kunst, Ausstellung

Was: Einzelausstellung Shraddha Borawake (Pune, India)

Wann: Vernissage: Dienstag, 1. Oktober 2019, 18 bis 21 Uhr
Dauer: 2. bis 6. Oktober 2019, Mittwoch-Sonntag, 14 bis 21 Uhr, und nach Vereinbarung

Wo: SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.0G, 10967, Berlin (U8 – Schönleinstraße)

BERLIN—26.September 2019–In ihre Einzelausstellung Garb-Age richtet die transdisziplinäre Künstlerin Shraddha Borawake (Pune, Indien) die Aufmerksamkeit ihres Publikums auf “(UNSERE) globale Sudelei” und sammelt dabei Müll, Abfall und ausrangierte Elemente, sowohl in materieller als auch geistiger Form, Elemente denen auf wissenschaftlicher, spiritueller und künstlerischer Ebene Bedeutung zukommt.

Mittels einer Kombination von Fotografie, Video, Objekten und verspieltem Dialog schafft es Borawake, dringliche Fragen zu den Verhältnissen zwischen verschiedenen Formen von Wissen und Glauben in einem post-kolonialen, post-globalen Kontext zu stellen.

Garb-Age is zugleich der Titel von Borawakes größeren, laufenden Projekt, das weggeworfene Objekte mit Epistemologie zusammenlaufen lässt. Somits sind ein großer Anteil der Soloausstellung Objekte, die aus ihrer Sammlung von kuratiertem Müll bestehen. Die Objekte sind in – von der Künstlerin so genannten – „rituellen Landschaften“ angeordnet, von denen jede einzelne eine Geschichte davon erzählt, wie Menschen Systeme konstruiert haben, um die Welt um sich herum zu verstehen. Mit diesen sonderbaren Objekten zu interagieren, mag zu Schlussfolgerungen auf wissenschaftlicher wie künstlerischer Ebene führen.

In der Gesamtheit kann Borawakes Sammlung als postkolonial invertierte Wunderkammer gesehen werden, die ein riesiges, komplexes und doch fragmentiertes Bild der Menschheit in Zeiten globaler Krisen zeigt, deren Stücke Narrativen von Vertrautheit und Empathie, statt von Eroberung und Herrschaft aufzeichnen wollen. Auf diese Weise mag Borawake die Betrachtenden dazu bewegen, selbst das kleinste Insekt in einem Spektrum wahrzunehmen, das die Themen Wissen, Glaube, Bewusstsein und den Zustand des Planeten miteinbezieht.

Eine von Borawakes bedeutenden kreativen Impulsen stammt von ihrer fortlaufenden Zusammenarbeit mit der niederländischen Fluxus-Künstlerin und Autorin Louwrien Wijers. In dem von Borawake entwickelten Spiel Chaat Meets.., einem Projekt dialogischer Natur, das mit dem Stipendium von Five Million Incidents, an Occupation of Time des Goethe-Instituts / Max Mueller Bhavan New Delhi in Zusammenarbeit mit RAQS Media Collective entwickelt wurde, wiederentfacht sie den Diskurs um Wijers innovative interdisziplinäre Panel-Diskussion und ihr Buch Art Meets Science and Spirituality in a Changing Economy (1990). In Chaat Meets.. nutzt Borawaka das indische Gericht Pani Puri, um TeilnehmerInnen Ideen zu Kunst, Wissenschaft, Spiritualität, Wandel und Wirtschaft und Zeiten globaler Krisen diskutieren zu lassen.

Im Garb-Age ist die globale Sudelei nicht nur materiell, sondern auch geistig. Borawakes Show öffnet hingegen einen ritualhaften Raum, in dem der Fokus auf Beziehungen und Inklusion liegt. Sie nimmt uns mit durch den Schutt aus Ideen, Konzepten, Glaubensvorstellungen und Theorien, die allesamt, ähnlich wie die von ihr gefundenen Objekte, im Laufe der Zeit weggeworfen wurden und, in einem Akt der Heilung, der Re-Interpretation und Neuerfindung, schafft daraus etwas, das zeitgemäß, positiv und bedeutsam ist.

Über Shraddha Borawake

Shraddha Borawake (1983) besitzt ein Diplom vom International Center of Photography New York (2005), einen Bachelor of Arts in Interdisciplinary Arts von der Gallatin School of Individualized Study, New York University (2012) und einen Master of Fine Art vom Piet Zwart Institute, Willem De Kooning Academy in den Niederlanden (2018). Ihre Arbeit umfasst empirische Forschung, interkulturelle Bestäubungen, tentakelhafte Moderation und audio-visuelle Kunstwerke. Ihre beweglichen, kollaborativen Zugänge haben in vielen privaten Intuitionen, öffentlichen Orten und Kulturstätten weltweit Einzug gefunden. Aktuell ist sie Artist in Residence am SomoS Art House und Empfängerin des Five Million Incidents Stipendium das vom Goethe-Institut / Max Muller Bhavan, New Delhi verliehen wird.

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In ihrer Einzelausstellung “Garb-Age” setzt die indische Künstlerin Shraddha Borawake eine Konversation zwischen Wissenschaft und Spiritualität in Gang. https://somos.media/gq #Spiritualität #healing #India #Kunst #ShraddhaBorawake

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Kunsthaus SomoS bietet Raum für die Produktion und Präsentation von Kunst und stellt eine Plattform für den künstlerischen Austausch dar. Das Artist-in-Residency-Programm von SomoS und die anspruchsvollen Ausstellungen und Veranstaltungen bieten einzigartige Möglichkeiten für Künstler, Organisatoren und Kuratoren, die unterschiedlichsten Projekten zu realisieren. Der Anspruch von SomoS ist es, einen offen zugänglichen, internationalen Rahmen für innovative Kunst, Ausstellungen, Bildung und kreative Zusammenarbeit zu schaffen.

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